Historisches und Sage

  • Engelmar lebte der Sage nach einst als Einsiedler in einer Klause hoch über dem Dorf.
    Im Januar um das Jahr 1100 wurde er heimtückisch erschlagen.
  • Erst an Pfingsten fand ein vorbeikommender Priester den Leichnam und ließ ihn unter großer Anteilnahme der Bevölkerung bestatten. Als nächstens Leute beim Grab Engelmars vorbei kamen, bemerkten sie seltsame Lichterscheinungen und Wohlgerüche - dies war der Beginn der Wahlfahrt zum Seligen Engelmar.
  • 1130 wurde durch die Initiative des Priesters Ruodpert eine steinerne Kirche über dem Grab gebaut in das ihn Ruodpert vorher umbetten ließ. Am 18. Mai 1131 wurde von Bischof Kuno I. von Regensburg die Kirche eingeweiht. Diese Kirche ist der Ursprung der heutigen Pfarrkirche und damit des Ortes St. Englmar.


Namensbedeutung

  • "Engelmar" ist althochdeutsch und heißt "berühmter Engel".
  • Der selige Englmar ist für den ganzen Bayerischen Wald ein Volksseliger, der Patron der Bauern, für Erhaltung der Feldfrüchte, gegen Viehseuchen.
  • In Erinnerung an seine Lebensgeschichte findet jährlich am Pfingstmontag das Englmarisuchen statt.
  • Übrigens ist die Schreibweise Engelmar soweit es den kirchlichen Teil betrifft korrekt. Aber man schreibt Englmar, soweit es das Brauchtum um den Seligen Engelmar oder den Ort meint: St. Englmar.
  • In St. Englmar vermischen sich gelebter Glaube, Tradition und Volksfrömmigkeit seit Jahrhunderten und deshalb wird auch rund um das kirchliche Fest gemeinsam gefeiert. Ganz nach dem für Bayern typische Ausspruch "nach der Mess die Maß".